Unsere Tiere

Uhu, Schafe, Mini-Schweine und Ziegen

Geschrieben von Anna Werner am 27. Mai 2010 |

Unser “Uhi” wird täglich um 10.30 Uhr gefüttert - wenn er nicht gerade Freiflug hat! Auch die meistens freilaufenden Schafe und die manchmal etwas bissigen Mini-Schweine erhalten dann ihr Futter. Die Ziegen sind schon früh morgens recht hungrig - freuen sich aber immer auf einen Besuch bei ihnen im “Ziegenhotel”.

Uhu

Geschrieben von Anneli Noack am 26. Mai 2010 |

Das Uhumännchen im Eingangsbereich ist im Mai 2002 hier im Wildwald geschlüpft – und es gibt wohl kaum einen Vogel, der eine größere Fangemeinde besitzt.

„Der König der Nacht“ war im Sauerland einst ausgestorben, durch direkte, Jahrhunderte lange Verfolgung brachen die Bestände zusammen.
Durch gesetzliche Artenschutzmaßnahmen und Auswilderungsprogrammen konnte sich der Uhu in freier Wildbahn wieder erholen.
Zum Glück ist dieser faszinierende Vogel wieder da!

Der Uhu ist mit einer Flügelspannweite bis zu 1,70m und einem Gewicht bis 3kg die größte Eule der Welt.
Kennzeichnend ist der massige Körper, der breite Kopf und natürlich die großen orangefarbenen Augen sowie die – meist aufgestellten – Federohren.
Uhus jagen mit Vorliebe in der Dämmerung - im tiefen, lautlosen Suchflug oder aber als Ansitzjäger. Mit ihren riesigen Fängen erbeuten sie sehr erfolgreich Säugetiere wie Ratten, Mäuse, Eichhörnchen und Igel aber auch Vögel wie Tauben, Drosseln und andere Greifvogelarten (z.B. Mäusebussard, Waldohreulen und Waldkäuze).
Uhus sind bei der Wahl ihres Lebensraums sehr anpassungsfähig. Sie meiden eigentlich nur den dichten Wald.
Als Brutplätze bevorzugen sie Felsen und Steinbrüche, wobei in den letzen Jahren mangels dieser Standorte auch Boden- Baum- und sogar Gebäudebruten zu beobachten sind.
Unser Uhu ist von Hand großgezogen worden und dementsprechend menschengeprägt und zutraulich.
Außerhalb der Balzzeit ist der Vogel meist frei fliegend im Wildwald unterwegs und hält sich dabei gerne an der Waldschule, am Forstbetriebshof oder zum Sonnenbaden unter dem Zeltdach auf.
Es besteht also kein Grund zur Sorge, sollte die Voliere des Uhus leer und verwaist sein. Der Bewohner dieser Anlage wird sicherlich irgendwo in der Nähe sitzen.
Viel Freude beim Entdecken und Beobachten!

Ziegenherde

Geschrieben von Anneli Noack am 25. Mai 2010 |

Seit 2009 werden im Wildwald Vosswinkel Ziegen gehalten, eine kleine Herde mit vier weiblichen Tieren lebt am ehemaligen Forstbetriebshof.
Ziegen unterscheiden sich ganz wesentlich von Schafen - sowohl ihr Sozialverhalten als auch die Fressgewohnheiten sind völlig unterschiedlich.
Ziegen haben untereinander eine strenge Rangordnung um die bisweilen hart gekämpft wird. Jedes Tier versucht dabei energisch seine Position zu behaupten - vor allem dann, wenn es ums Fressen geht.
In der Regel steht jedoch die Ordnung fest und die Ziegen leben damit: Allzeit streitbar und trotzdem irgendwie friedlich. Sie sind zwar Egoisten, dennoch aber selten Einzelgänger.

Entgegen der langläufigen Meinung „ Ziegen fressen sowieso alles“ sind sie richtige Feinschmecker. Sie marschieren nicht gerne wie Schafe über die Weide und fressen Gras, sondern bevorzugen Blätter von Bäumen und Sträuchern. Dabei zupfen sie hier ein wenig und dort und bewegen sich viel.
Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden füttern wir unsere Ziegen täglich mit Himbeeren, Brombeeren, Disteln und mit Zweigen und Ästen von Laubbäumen sowie von Fichten und Lärchen.
Einmal am Tag bekommen sie jeweils eine kleine Portion Walzhafer mit Sonnenblumenkernen, Mineralfutter sowie Möhren oder – über das Winterhalbjahr - eingeweichten Zuckerrübenschnitzeln.

Fachkundige Tipps rund um die Ziege, wertvolle telefonische Ratschläge bezüglich Haltung, Krankheiten und artgerechter Fütterung bekommen wir jederzeit von der ehemaligen Besitzerin von Alma und Hazel. Es ist sehr beruhigend und gut zu wissen, dass man mit Silke Rajek eine kompetente Fachfrau zur Seite hat.
Vielen lieben Dank dafür!

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