Hirschbrunft im WILDWALD

Rothirsch_Brunft_Kampf_031_1050PxNach den letzten kühlen und klaren Nächten wird es nun spannend werden im Hirschrevier.

Wenn in anderen Rotwildgebieten die Hirschbrunft ihren Höhepunkt erreicht, beginnt sie hier im WILDWALD gerade erst.

Das bei uns in den 80er Jahren eingekreuzte englische Rotwild brunftet etwa zwei Wochen später,  je nach Witterung zwischen Ende September und Anfang Oktober.

Imposant und beeindruckend sind die mächtigen Hirsche mit ihrer dunklen Brunftmähne und den gewaltigen Geweihen! Ihre ganze Körpermasse scheint sich nach vorne zu verlagern. Der sog. „Vorschlag“ spielt nun beim Imponiergehabe eine wichtige Rolle.

Das Brunftgeschehen des Rotwildes verläuft als stark ritualisiertes Kräftemessen:

Dem anfänglichen Rufduell folgt der parallele Imponiermarsch, anschließend kommt es zu beeindruckenden Schiebekämpfen. Der oftmals bis zur völligen Erschöpfung andauernde Machtkampf hat zur Folge, dass sich stets nur die stärksten Hirsche fortpflanzen.

Derzeit steht ein mittelstarker Rothirsch bei den weiblichen Tieren (Brunftrudel) – er hat jetzt die kräftezehrende Aufgabe, sich die Vorherrschaft in dem Rudel zu sichern, die Alttiere zusammenzuhalten und eventuelle Kontrahenten zu verjagen. Bis er, vielleicht nach fünf Tagen, einer Woche oder sogar erst nach drei Wochen von einem (vitalen, und gut erholten) Geschlechtsgenossen abgelöst wird.

In diesem Jahr wird sich das Brunftrudel sicherlich auch in den Eichenbeständen hinter dem Haarhof aufhalten. Dort wird es schwierig für den Platzhirsch werden, die Übersicht über „die Damen“ zu behalten – hier kann es sein, dass sich zwei oder sogar drei kleine Brunftrudel mit jeweils einem Platzhirsch bilden.

Dieses Naturschauspiel ist jedes Jahr aufs Neue spannend und erlebenswert.