Pommerngänse

Seit dem Frühsommer 2017 sind Pommergänse im Wildwald zuhause. Die vier Vögel sind Anfang April geschlüpft und verbrachten die ersten Wochen unter warmem Rotlicht und mit ausgewähltem, junggansgerechtem Futter im geschützten Stall bei Anneli Noack. Zugefiedert und (schnell) großgeworden sind sie dann in den Wildwald umgezogen und leben dort zusammen mit den Schafen auf den Weiden. Abends marschieren sie in ihren trockenen und geschützten Stall um dort – außer Reichweite von Fuchs und Marder – die Nacht zu verbringen. Morgens geht es mit großem Getöse und lautem Geschnatter, Flügelgeschlage und Gewedel raus auf die Wiese. Beeindruckend!


Gänse sind Vegetarier und fressen am liebsten Gras. Wiesen mit Gräsern und Kräutern werden regelrecht abgeweidet. Äpfel, Möhren, weitere verschiedene Gemüse- und Obstsorten sowie Getreide (am liebsten Hafer und Gerste) stehen ebenfalls auf ihrem Speiseplan. Aber alles Eiweißreiche in Maßen – v.a. bei Tieren, die nicht als „Martinsgans“ enden sollen. Unsere Gänse haben täglichen Weidegang und wechseln von einer Wiese zur nächsten. Wiesenhopping für Gänse.

Abends gibt es ein wenig Quetschhafer und einige Möhren, vielleicht ein eingeweichtes Brötchen als Leckerbissen. Im Winter freuen sie sich über Heu und zusätzlichen Salat. Muschelschrot und Sand stehen ihnen für die Verdauung zur Verfügung.

Pommerngänse sind eng mit der Graugans verwandt. Sie sind für ihr ruhiges ( naja) und freundliches ( unbedingt!) Wesen bekannt. Gänse sind aufgeweckt und aufmerksam. Hektik mögen sie allerdings überhaupt nicht. Gänse reden sehr viel und werden bisweilen recht laut, wenn ihnen irgendetwas komisch vorkommt oder sie verärgert sind. Am besten und erfolgreichsten schließt man mit ihnen Freundschaft, indem man vor ihnen in die Hocke geht und leise mit ihnen spricht. Je ruhiger und gelassener man ihnen als Mensch begegnet, umso ruhiger verhält sich auch das „liebe Federvieh“.

Sie sind eine tolle Bereicherung für den Wildwald. Ihr werdet es bald selbst bemerken!